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Hieroglyphen verstehen: So liest du die Zeichen an Tempeln
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Hieroglyphen verstehen: So liest du die Zeichen an Tempeln

5 min·20. Juli 2026

Jeder, der Luxor oder Kairo besucht, steht vor Wänden voller Hieroglyphen. Mit ein paar Grundregeln wirst du erstaunt sein, wie viel du plötzlich erkennst.

**Was sind Hieroglyphen?** Hieroglyphen sind eine Bilderschrift, bei der jedes Zeichen entweder einen Laut, eine Silbe oder ein ganzes Wort darstellt. Das ägyptische Alphabet hatte rund 24 Konsonanten — Vokale wurden nicht geschrieben (ähnlich wie Arabisch und Hebräisch heute).

**Wie liest man Hieroglyphen?** Hieroglyphen können von links nach rechts, von rechts nach links oder von oben nach unten gelesen werden. Der Trick: Schau, in welche Richtung Tiere und Figuren schauen — von dort liest du.

Die wichtigsten Zeichen, die du erkennst

*Kartuschen* — Ovale Umrahmungen um Zeichengruppen: darin steht immer der Name eines Pharaos. Wenn du eine Kartusche siehst, siehst du einen Königsnamen.

*Ankh (☥)* — Das Lebenszeichen. Ein Kreuz mit Schlaufe oben. Götter halten es oft in der Hand — Symbol des ewigen Lebens.

*Djed-Pfeiler* — Symbol der Stabilität und des Osiris. Sieht aus wie gestapelte Balken.

*Horusauge (Udjat)* — Das stilisierte Falken-Auge. Symbol des Schutzes, heute weltweit bekannt.

**Wie wurde die Schrift entziffert?** Der Rosette-Stein (1799 in Alexandria gefunden, heute im British Museum) trug denselben Text in Griechisch, Demotisch und Hieroglyphen. Jean-François Champollion entzifferte 1822 damit das gesamte System — eine der größten wissenschaftlichen Leistungen der Geschichte.

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